Lars Koppers hat seit Anfang März 2019 eine Stelle in einem Drittmittel-Projekt am Lehrstuhl „Wissenschaftskommunikation in digitalen Medien“ bei Markus Lehmkuhl. Er sitzt beim Projektpartner, dem
Science Media Center (SMC) in Köln. Zuvor hat Lars Koppers an der TU Dortmund Statistik studiert und war dort mehrere Jahre als wissenschaftlicher Mitarbeiter tätig.

Wie bist du zur Wissenschaftskommunikation gekommen?

Lars Koppers

In meiner Masterarbeit mit dem Titel „Statistischer Vergleich der Berichterstattung über medizinische Studien mit scientometrischen Parametern“ habe ich versucht, mit statistischen Methoden vorherzusagen, ob eine wissenschaftliche Publikation ein Medienecho hervorrufen wird. Mangelndes Wissen über das „System“ Wissenschaftsjournalismus führten dazu, dass die Ergebnisse bescheiden waren. In der anschließenden Zeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Dortmund Center für datenbasierte Medien-Analyse (DoCMA) konnte ich dann in der interdisziplinären Zusammenarbeit meine Statistik-Kenntnisse sinnvoller einsetzen.

An welchen (Forschungs-)Projekten arbeitest du hier in der Abteilung?

Im Projekt „Entwicklung von Methoden und Tools für eine datengestützte
Wissenschaftskommunikation“
versuche ich, aus großen Datenmengen einen Mehrwert für Wissenschaftsjournalist*innen zu schaffen. Aktuell arbeite ich mit den Daten des Preprint-Servers biorXiv. Mit den Methoden des Textmining sollen die Abstracts und Volltexte automatisch analysiert
werden und journalistisch relevante Texte thematisch sortiert identifiziert werden.

Darüber hinaus helfe ich bei vielen kleinen statistischen Analysen, die im SMC anfallen.

3. Welche Themen aus dem Feld Wissenschaftskommunikation beschäftigen dich sonst noch?

Als Statistiker verstehe ich mich als Hilfswissenschaftler im positiven Sinne. Mit unserem Software-Paket tosca (Tools for Statistical Content Analysis) will ich auch weiterhin Methoden entwickeln, mit denen man große Textmengen analysieren und Aussagen über diese validieren kann. Die Vermittlung von statistischer Grundkenntnis ist mir besonders wichtig, damit ich in statistischen Auswertungen irgendwann weder Tortendiagramme, noch Wordclouds oder andere ungeeignete Methoden mehr sehen muss.

Neuer Mitarbeiter: Lars Koppers

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