Melanie Leidecker-Sandmann hat seit Anfang April 2018 eine PostDoc-Stelle am Lehrstuhl “Wissenschaftskommunikation in digitalen Medien” bei Markus Lehmkuhl. Sie hat an der Universiät Mainz promoviert und war danach mehrere Jahre lang am Institut für Kommunikationspsychologie und Medienpädagogik der Universität Koblenz-Landau tätig.

Wie bist du zur Wissenschaftskommunikation gekommen?

Melanie Leidecker-SandmannMit dem Thema Wissenschaftskommunikation bin ich zum ersten Mal während meiner Zeit an der Universität Koblenz-Landau in Berührung gekommen. Meine damalige Chefin, Michaela Maier, und meine Kollegin Jutta Milde (stellvertretende Sprecherin der Fachgruppe Wissenschaftskommunikation der DGPuK) forschen dort auf diesem Gebiet. Ich selbst habe bisher vorwiegend in den Bereichen Journalismus-/ Medieninhaltsforschung und politische Kommunikation geforscht. Doch als Wissenschaftlerin finde ich das Thema, wie innerhalb der und über „die“ Wissenschaft kommuniziert wird, natürlich höchst spannend – zumal ich selbst auch schon in verschiedenen Medien über meine Forschung berichtet oder zu aktuellen Fragen Stellung bezogen habe. Dank meiner jetzigen Mitarbeiterstelle bei Markus Lehmkuhl kann ich mein Forschungsportfolio noch einmal erweitern. Und durch meine Vorkenntnisse insbesondere im Bereich der Journalismusforschung bin ich diesbezüglich auch recht anschlussfähig, denke ich.

An welchen (Forschungs-)Projekten arbeitest du hier in der Abteilung? 

Ich bin hier in der Abteilung (bisher) nicht als Projektmitarbeiterin angestellt, doch Herr Lehmkuhl plant ein Forschungsprojekt zum Thema „Medialising brain diseases: interactions between research and mass media“, bei dem ich – zusammen mit meiner zukünftigen Kollegin Sarah Kohler – gegebenenfalls mit der Planung und Durchführung quantitativer Medieninhaltsanalysen betraut werde.

Zudem schreiben wir gerade an unserem ersten gemeinsamen Aufsatz, in dem es um die Auswahl wissenschaftlicher Experten in der Medienberichterstattung geht.

Welche Themen aus dem Feld Wissenschaftskommunikation beschäftigen dich sonst noch?

Bei meinen bisherigen Recherchen ist mir aufgefallen, dass das Feld Wissenschaftskommunikation in historischer Perspektive bisher offenbar wenig erforscht ist. Spannend finde ich die Frage, wie Wissenschaftsjournalismus und -berichterstattung früher – beispielsweise im Zeitalter der Aufklärung – aussah und wie sich der Wissenschaftsjournalismus in der Presse herausgebildet und etabliert hat. Schon in meiner Doktorarbeit habe ich mich für solche historischen Prozesse interessiert und in Zeitungsarchiven recherchiert, wann und wie sich der Aufmacher-Artikel in der deutschen Tagespresse durchgesetzt hat

Neue Mitarbeiterin: Melanie Leidecker-Sandmann

Akademische Mitarbeiterin in der Abteilung Wissenschaftskommunikation (Institut für Germanistik) des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT).

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