Einige unserer WMK-Studierenden sind im Rahmen ihres Studiums ins Ausland gegangen, in loser Folge berichten sie hier über ihre Erfahrungen. Linh Le Thanh Vu war für ihr Auslandssemster im Sommer 2017 in Sydney, gemeinsam mit Tanja Schmith (siehe vorheriger Beitrag). Mehr Informationen über Auslandssemester bei WMK finden Sie hier und hier.

Für mich war von Anfang an klar, dass ich während meines WMK-Masterstudiums am KIT ein Auslandssemester absolvieren möchte, um meine Sprachkenntnisse zu verbessern und um neue Erfahrungen außerhalb von Deutschen Universitäten zu sammeln sowie um einen Einblick in den Journalismus innerhalb eines anderen Landes zu bekommen. Da sich am KIT unter anderem durch ERASMUS und das International Students Office sehr viele Möglichkeiten bieten, ins Ausland zu gehen, besuchte ich mit einer Kommilitonin einige Infoveranstaltungen.

(Foto: Linh Le Thanh Vu)

Letztendlich entschieden wir uns dazu, uns gemeinsam mit Hilfe der INAC Community an der Partneruniversität in Sydney zu bewerben. Die Community hat uns bei allen Schritten geholfen: von der Visumbeantragung bis hin zum Einreichen der Bewerbungsunterlagen sowie der Kommunikation zwischen uns und der Universität im Ausland allgemein. Bei allen Fragen, die wir hatten, kam sehr schnell eine Antwort per Mail. Die INAC-Community würde ich jedem weiterempfehlen, der sich auf eigene Faust bewerben möchte, aber eine organisatorische Stütze braucht.

Finanzieren konnte ich mir das Study-Abroad-Semester an der University of Technology Sydney (UTS) durch meine Ersparnisse sowie durch das Auslandsbafög, welches fast meine kompletten Studiengebühren sowie die Flugkosten übernommen hatte. Monatlich habe ich auch ein bisschen Bafög bekommen, sodass ich mit einem zusätzlichen Nebenjob vor Ort gut über die Runden kam. Ich würde jedem empfehlen, Auslandsbafög zu beantragen, da auch Studierende, die kein Inlandsbafög bekommen dennoch Anspruch auf Auslandsbafög haben könnten, da es anders berechnet wird.

An der UTS belegte ich drei Kurse, die ich vorab mit Frau Scheibe für die spätere Anerkennung abgesprochen hatte. Vom Niveau und der Benotung her war es ein bisschen anspruchsvoller und strenger als am KIT, aber definitiv machbar. Im Rahmen des Auslandssemesters bietet es sich übrigens an, eine Vorlesung zu belegen, die es in Deutschland so nicht gibt und einen selbst interessiert – es geht nicht zwingend darum, jeden Kurs anrechnen lassen zu können, auch wenn das natürlich wünschenswert ist. Aber wann bietet es sich sonst noch an, dieses Fach zu belegen?

Da die Lebensunterhaltskosten in Sydney ziemlich hoch sind, haben wir uns zu zweit zusammengetan und eine Wohnung über AirBnb gebucht, die wir zu dritt teilen mussten. Während die meisten Studierenden im Studentenhaus unter sich wohnten, lebten wir wie die Einheimischen in einem Vorort nahe am Strand und bekamen das richtige australische Leben außerhalb der touristischen Innenstadt mit. Auch das würde ich jedem weiterempfehlen, da dies eine ganz neue Erfahrung ist und man auch außerhalb der Universität auf nette Leute und vor allem auf Einheimische trifft. Die Australier sind im Allgemeinen sehr hilfsbereit und gastfreundlich, da fällt es eher schwer, keine neuen Freunde zu finden.

In Sydney und der Umgebung gibt es neben den Touristischen Hotspots wie der Harbour Bridge oder dem Opera House sehr viel zu sehen. Meine persönlichen Highlights sind der Manly Beach sowie das Watsons Bay. Beide Orte sind mit der Fähre von der Innenstadt aus zu erreichen. Noch ein kleiner Tipp: sonntags zahlt man für öffentliche Verkehrsmittel innerhalb des Tarifbundes nur 2,50 $ – egal wie oft und wie lange man fährt. Also, Ausflüge immer sonntags einplanen!

Akademische Mitarbeiterin in der Abteilung Wissenschaftskommunikation (Institut für Germanistik) des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT).
WMK um die Welt: Australien (2)
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