Einige unserer WMK-Studierenden sind im Rahmen ihres Studiums ins Ausland gegangen, in loser Folge berichten sie hier über ihre Erfahrungen. Tanja Schmith hat ihr Auslandssemester in Sydney im Sommersemester 2017 verbracht. Mehr Informationen über Auslandssemester bei WMK finden Sie hier und hier.

Australien war schon immer mein Traumziel. Und meinen Traum mit einem Auslandssemester zu verbinden war für mich eine gute Kombination. Einerseits konnte ich so Auslandserfahrungen an der Uni sammeln und andererseits dieses tolle Land erkunden. Aus diesem Grund habe ich mich für ein Auslandssemester in Australien, genauer gesagt in Sydney an der University of Technology Sydney (UTS), entschieden.

Blick auf Bucht von Sydney
Bucht von Sydney (Foto: Tanja Schmith)

Mit der Planung habe ich knapp ein Jahr vor dem Abflug begonnen. Nachdem ich einen Infoabend am KIT der Hochschulgruppe INAC besucht hatte, entschied ich mich dafür, das Auslandssemester zusammen mit ihnen zu organisieren. Durch deren Kooperation war hier eine Zusage von der Uni in Australien sichergestellt, zudem wurde der Bewerbungsprozess und alles Weitere (Visum, Englischtest, …) gut begleitet und war so relativ problemlos zu meistern. So konnte ich im Februar 2017 mein Study Abroad Semester antreten. Ich ging zusammen mit einer Kommilitonin nach Australien. So war es für uns leichter, uns zurecht zu finden, unsere Erfahrungen zu teilen und natürlich auch vorab alles Nötige zu organisieren.

Von Deutschland aus hatten wir bereits eine Wohnung über Airbnb gefunden und uns für die Kurse an der UTS online eingeschrieben. Die Finanzierung des Auslandssemster war bei mir durch mehrere Quellen sichergestellt: einerseits durch Auslands-Bafög, was ich jedem empfehlen kann, auf den Studiengebühren zukommen. Das Auslands-Bafög übernimmt einen großen Teil davon, den man auch nicht zurückzahlen muss, sowie weitere Zuschüsse. Andererseits durch das Deutschlandstipendium und durch Jobs, die ich vor Ort sowie virtuell in Deutschland wahrnahm.

An der University of Technology Sydney habe ich mich als international student sehr gut aufgehoben und willkommen gefühlt. Hier trafen so viele verschiedene Nationen und Kulturen aufeinander, worauf die UTS aber bestens vorbereitet war. Neben etlichen Hilfsangeboten für ausländische Studierende, über zahlreiche Veranstaltungen, wurde wirklich viel geboten. Ich habe hier Kurse aus dem Studiengang Advanced Journalism (post-graduate) belegt. Darunter war mein Hauptfach „Advanced Journalism“, der Kurs „From Broadcast to Mobile Journalism and Beyond“, sowie der Kurs „People, Information and Knowledge“. Für jeden Kurs erhielt ich 8 Credit Points, was jeweils 10 ECTS entspricht. Somit war ich mit diesen drei Kursen full-time student.

Oper von Sydney mit bunter Beleuchtung
(Foto: Tanja Schmith)

Wir hatten bereits während dem laufenden Semester zahlreiche Abgaben zu erledigen. Ebenfalls verfügt die UTS über ein gut strukturiertes Online-Learning-System, auf dem wir wöchentlich Texte lesen, Aufgabe lösen und an Diskussionen teilnehmen mussten. Insgesamt war ich so gut mit der Uni ausgelastet, auch wenn ich nur an drei Tagen Vorlesungen hatte.

Leider hatte ich zum Teil nicht ganz so viel Glück mit den Dozenten und auch bei der Benotung kamen alle internationalen Studenten etwas schlechter weg, als wir es uns erhofft hatten. Das mag aber an den Kursen liegen und hing auch stark vom jeweiligen Dozenten ab. Dennoch war das Studium für mich gut machbar und ich bin insgesamt zufrieden mit den Ergebnissen.

Insgesamt kann ich ein Auslandssemester in Australien weiterempfehlen. Die Australier sind ein sehr nettes Völkchen, man fühlt sich hier willkommen und kann (nicht nur für das Studium) sehr viele Erfahrungen sammeln. Dennoch sollte man sich vorab darüber bewusst sein, dass Sydney, aber auch Australien allgemein, eine sehr teure Stadt ist. Besonders Miete (200-300 Dollar/Woche), Lebenshaltungskosten und Ausgehen (8 Dollar für ein Bier) ist hier um einiges teurer, als man es von Deutschland gewohnt ist. Doch man sollte sich nicht abschrecken lassen: Wenn man die Augen nach Angeboten offenhält, Auslands-Bafög/ ein Stipendium/ etc. erhält und den ein oder anderen Job ergattert (der Mindestlohn in Australien liegt bei 18 Dollar), kommt man über die Runden.

Für mich war neben dem Studium besonders das Reisen ein wichtiger Bestandteil meines Aufenthaltes. So oft es ging erkundeten wir Sydney und die Umgebung. Empfehlen kann ich hier besonders einmal über die Harbour Bridge zu laufen, den Coogee to Bondi Coastal Walk (und natürlich die zahlreichen Strände dort!), einen Ausflug in den Royal National Park und die Blue Mountains, das Vivid Festival, den Darling Harbour, den Taronga Zoo und natürlich einen Besuch im berühmten Opernhaus. Sydney wird wirklich nie langweilig!

Tanja Schmith mit einem Koala-Bären
(Foto: Linh Le Thanh Vu)

Außerdem besuchten wir Melbourne, fuhren über die Great Ocean Road bis zu den 12 Aposteln, erkundeten das Outback und das Nachbarland Neuseeland. Nachdem die Uni abgeschlossen war, durfte natürlich ein Roadtrip entlang der Ostküste von Cairns, vorbei an Brisbane bis zurück nach Sydney, nicht fehlen. Hier waren meine Highlights Fraser Island, Magnetic Island, Byron Bay, die Whitsundays und natürlich das Great Barrier Reef. Was soll ich sagen – Australien ist wirklich ein Traum.

Wer noch mehr über unsere Reisen erfahren möchte, darf gerne auf unserem Reiseblog vorbeischauen, den wir während unseres Aufenthaltes geführt haben: https://aussieadventure2017.wordpress.com

Hier sind zwei Studienarbeiten, die während meines Aufenthalts entstanden sind, ein Scrollytelling-Projekt über “Science behind Surfing” und ein Blog mit Science News und News Story.

Tanja Schmith

Akademische Mitarbeiterin in der Abteilung Wissenschaftskommunikation (Institut für Germanistik) des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT).
WMK um die Welt: Australien
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