Paulina Dobroc ist seit 2016 Doktorandin am ITAS und in unserer Abteilung,  in diesem Jahr hat sie ein Promotionsstipendium der Hans-Böckler-Stiftung erhalten – herzlichen Glückwunsch! Das Thema ihrer Doktorarbeit befasst sich sowohl mit Technikfolgenabschätzung als auch mit Wissenschaftskommunikation. Wie sie diese Schnittstelle behandelt, erklärt sie in den „3 Fragen“.

Wie bist du zur Wissenschaftskommunikation gekommen?

In meiner Doktorarbeit beschäftige ich mich mit sozio-technischen Zukünften, ihrer Entwicklung und Wandlung. An der Stelle knüpfe ich an das ITAS-Projekt „Leitbilder und Visionen als sozio-epistemische Praktiken“ an. Dabei gehe ich davon aus, dass sich Visionen in Kommunikationsprozessen zwischen verschiedenen Diskursteilnehmer/-innen verändern. Das Interesse an Kommunikationprozessen und ihrem Einfluss, den sie auf die Technik und auf das Wissen über diese ausüben, haben mich zu Annette Leßmöllmann geführt, die, zusammen mit Andreas Lösch (ITAS) meine Dissertation betreut.

An welchen Forschungsprojekten arbeitest du hier in der Abteilung?

Ich arbeite an meinem Dissertationsprojekt, das durch das Promotionsstipendium der Hans-Böckler-Stiftung finanziert wird.

Das Thema meines Dissertationsvorhabens lautet: „Die Facetten der Openness-Vision und ihre gesellschaftlichen Folgen. Eine diskurslinguistische Analyse des Open Source-Konzeptes“. Die Dissertation soll einen sprach- und kulturwissenschaftlichen Beitrag zum Vision Assessment der Technikfolgenabschätzung leisten. Die Beschreibung der Veränderung der Visionen soll im geplanten Dissertationsvorhaben exemplarisch an der Open Source-Bewegung mit ihrer Openness-Vision durchgeführt werden. Visionen betrachte ich als dynamische Gebilde und ihre Entwicklung in den Kommunikationsprozessen als grundlegend für die Entstehung einer Technologie. Dabei interessieren mich auch Risiken, die aus der Kommunikation unterschiedlicher Diskursteilnehmer/-innen/ Stakeholder (die im Zusammenhang mit verschiedenem Wissen, unterschiedlichen Verpflichtungen und Wünschen stehen) hervorgehen könnten.

Was sind derzeit deine wichtigsten Themen in der Lehre?

In der Lehre werde ich mich zunächst auf die Methode konzentrieren, die ich in meiner Dissertation anwende – auf die Diskurslinguistik. In den folgenden Semestern werde ich ein Seminar zur Semiotik oder zum Verhältnis von Text und Bild anbieten – zu den Themen, die mich bereits seit dem Studium beschäftigen.

Akademische Mitarbeiterin in der Abteilung Wissenschaftskommunikation (Institut für Germanistik) des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT).
3 Fragen an Paulina Dobroc

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