Mit Christian Humm begrüßen wir einen alten und neuen Mitarbeiter. Er war 2014 bis 2015 bereits Mitglied der Abteilung und ist nach einjähriger Unterbrechung zurück als Doktorand und Redakteur für das neue Portal wissenschaftskommunikation.de. Wir haben ihn gefragt, worum es in dem Projekt geht und was ihn darüber hinaus an der Wissenschaftskommunikation interessiert.

Wie bist du zur Wissenschaftskommunikation gekommen?

Christian HummZur Wissenschaftskommunikation bin ich über das Forschungsprojekt Interactive Science gekommen. Damals habe ich Politik- und Medienwissenschaft an der Universität Trier studiert und war als wissenschaftliche Hilfskraft in dem Projekt tätig. Erforscht wurde dabei die Rezeption von wissenschaftlichen Präsentationen durch ein Fachpublikum, also auf Kongressen und Tagungen.

An welchen (Forschungs-)Projekten arbeitest du hier in der Abteilung?

Ich bin Redakteur bei Wissenschaftskommunikation.de. Wie der Name schon erahnen lässt, handelt es sich dabei um ein Portal für Wissenschaftskommunikation. Dort werden Kommunikationsformate, Fortbildungen und Forschung im Bereich Wissenschaftskommunikation vorgestellt. Konkret bin ich vor allem zuständig für die Science of Science Communication. Das heißt zusammen mit Frau Leßmöllmann bereite ich aktuelle Forschungsergebnisse und Debatten so auf, dass sie für Praktiker möglichst nutzbringend ist. Wir richten uns also primär an diejenigen, deren tägliches Brot die Kommunikation von Wissenschaft an die breite Öffentlichkeit ist. Das sind beispielsweise MitarbeiterInnen von Pressestellen oder WissenschaftsjournalistInnen aber auch an WissenschaftlerInnen, die ihre Forschung selbst gerne außerhalb ihrer Fachöffentlichkeit kommunizieren wollen.

Welche Themen aus dem Feld Wissenschaftskommunikation beschäftigen dich sonst noch?

Neben meiner Arbeit für Wissenschaftskommunikation.de bin ich Doktorand in der Abteilung. In diesem Zusammenhang interessieren mich vorrangig zwei Aspekte. Zum einen die Geschichte der Wissenschaftskommunikation, also wie und vor allem von wem und mit welchen Zielen und Inhalten wurde in der Vergangenheit Wissenschaft kommuniziert. Zum anderen interessieren mich die politischen und gesellschaftlichen Implikationen von Wissenschaftskommunikation. Zum Beispiel, inwiefern das „postfaktische Zeitalter“ – so es das überhaupt gibt – und der damit einhergebende Vertrauensverlust auch in die Wissenschaft und ihre Kommunikation sich auf die Funktion modernen Gesellschaften auswirkt. Oder welche Rolle Pseudowissenschaft und Verschwörungstheorien im politischen Diskurs spielen.

Akademische Mitarbeiterin in der Abteilung Wissenschaftskommunikation (Institut für Germanistik) des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT).
3 Fragen an Christian Humm

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.