Am 9. Juni bekamen wir besonderen Besuch: Rund zehn Mitglieder der Wissenschafts-Pressekonferenz (WPK) schauten während ihrer Recherchereise ans KIT bei uns vorbei, um den Studierenden von ihren Erfahrungen als Wissenschaftsjournalisten zu berichten.

Das Podium im gut gefüllten Saal: Klaus Zintz, Sabine Fricke, Martin Schneider, Christa Friedl, Lars Fischer (v.l.n.r.; Foto: Tanja Schmith)

Auf dem Podium saßen Martin Schneider (1. Vorsitzender, Leiter Wissenschaftsredaktion SWR), Klaus Zintz (Stuttgarter Zeitung), Sabine Fricke (WDR), Christa Friedl und Lars Fischer (spektrum.de und Blogger). Sie erzählten von ihren unterschiedlichen Wegen in den Journalismus, gaben Einblicke in ihren Arbeitsalltag und sprachen über die Berufsaussichten für angehende Wissenschaftsjournalisten. Die Studierenden nutzten zudem in anschließenden Einzelgesprächen die Gelegenheit, den „alten Hasen“ Fragen zu stellen.

Ein zentrales Thema: Wie steht es um die Zukunft der Zunft? Machen kommunikationsfreudige, bloggende und twitternde Wissenschaftler sowie die wachsende Schar an Pressereferenten an Unis und Forschungseinrichtungen die Wissenschaftsjournalisten irgendwann überflüssig?

Die Antwort der WPK-VertreterInnen fiel einhellig aus: Nein. Auch wenn der Markt heute schwieriger sei und es immer mehr Informationen über Wissenschaft auch fernab der klassischen Medien gebe, seien Wissenschaftsjournalisten weiterhin unverzichtbar. Denn: Nur diese können die notwendige Einordnung von Forschungsergebnissen in größere gesellschaftliche Zusammenhänge leisten und Einwicklungen in der Wissenschaftsszene kritisch begleiten. Wissenschaftlern und Pressestellen fehle hierfür häufig die Neutralität, das Wissen und mitunter entsprechende Kompetenzen.

Da die großen Zukunftsfragen in den Bereichen Naturwissenschaft und Technik lägen, würden dem Wissenschaftsjournalismus auch die Themen so schnell nicht ausgehen. WPK-Gründungsmitglied Jean Pütz betonte, wie wichtig es hierbei sei, Geschichten zu erzählen und das Publikum so auch für bisweilen abstrakte und sperrige Themen aus der Wissenschaft zu begeistern.

Und die WPKler betonten: Trotz der Digitalisierung gehöre das alte Handwerkszeug zum Einmaleins des Journalismus. So sei beispielsweise eine Internetrecherche allein nicht ausreichend, um einen fundierten Artikel zu schreiben. Man müsse schon raus in die Welt und direkt mit den Menschen sprechen.

Das Fazit des Zusammentreffens zog eine WMK-Studentin:

Bildergalerie

Autoren: Christian Lehberger, Cornelia Varwig, Annette Leßmöllmann

Wissenschaftspressekonferenz zu Gast bei WMK
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