Journalisten dürfen „sich nicht gemein machen mit einer Sache, auch nicht mit einer guten“. Diese Feststellung des Fernsehjournalisten Hanns Joachim Friedrichs scheint ein unumstößliches Gebot für guten Journalismus zu sein. Oder handelt es sich vielleicht doch eher um falsche Normativitätsangst?

Torsten Schäfer fragte im Rahmen der Ringvorlesung „Wissenschaftskommunikation erforschen“ am 27.11.2014, inwieweit sich Journalisten inhaltlich engagieren dürfen und stellte damit das Prinzip des Nichtgemeinmachens zur Diskussion. Als praktisches Beispiel diente ihm dabei der Umweltjournalismus, den er an der Hochschule Darmstadt mit der Plattform ‚Grüner Journalismus‘ fördert, und in dessen Zusammenhang auch die Debatten um lösungsorientierte Berichterstattung und neue Finanzierungsmodelle eine Rolle spielen.

Wenn Sie den Vortrag verpasst haben, können Sie sich ihn nun nochmals ansehen. Zudem finden Sie weiter unten noch die Folien zum Vortrag und die Tweets aus und zur Vorlesung.

Zur Person

Torsten Schäfer ist Professor für Journalismus und Textproduktion an der Hochschule Darmstadt, wo er die Studiengänge Medienentwicklung (MA) und Wissenschaftsjournalismus (BA) koordiniert sowie das Medienportal Grüner-Journalismus.de   leitet. Arbeitsschwerpunkte liegen neben dem Fachjournalismus (Umwelt- und Europathemen) im Storytelling sowie der Text- und Recherchevermittlung. Schäfer arbeitet weiter als Autor und Journalist. Von 2009 bis 2013 war er Redakteur der internationalen GEO-Ausgabe und zuvor Chef vom Dienst sowie Planer in der Onlineredaktion der Deutschen Welle. Er promovierte nach einem Master in European Studies an der RWTH Aachen über die EU-Berichterstattung deutscher Regionalzeitungen. Vorher absolvierte Schäfer ein Diplom-Studium der Journalistik und Politikwissenschaft an der TU Dortmund mit integriertem Zeitungsvolontariat. Er arbeitete als freier Journalist jeweils über mehrere Jahre für GEO, taz, Süddeutsche Zeitung und dpa.

Vorlesungsfolien

Tweets

#wmklauscht: Torsten Schäfer – „Journalismus zwischen Engagement, Werten und Neutralität“
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