3 Fragen an Markus Lehmkuhl

Markus Lehmkuhl ist seit 1. September Professor für Wissenschaftskommunikation in digitalen Medien in unserer Abteilung. In den vergangenen Semestern hat er uns bereits als Vertretungsprofessor unterstützt. In den „3 Fragen“ erzählt er uns, welche Themen ihn in Forschung und Lehre beschäftigen und wie er überhaupt in der Wissenschaftskommunikation „gelandet“ ist.

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Perspektivenwechsel für Willige

Dieser Beitrag entstand als Studienleistung im Rahmen der Ringvorlesung „Gefühlte Wahrheiten? Wissenschaftskommunikation und der „Fakten-Diskurs“ – Beiträge aus Forschung und Praxis“ von Annette Leßmöllmann und Christiane Hauser. Die teilnehmenden Studierenden besuchen die WMK-Ringvorlesung 2017 und schreiben Veranstaltungskritiken zu den Vorträgen. Eine Auswahl davon wird hier mit Zustimmung der Autor*innen veröffentlicht.

Wie konstruktiver Journalismus in der Praxis gelingen kann, darüber referierte Han Langeslag – in Vertretung für seine Kollegin Maren Urner – im Rahmen der Ringvorlesungsreihe. Der Mitbegründer eines Medien-Start-ups beschrieb die Herangehensweise, die sein eigenes Team in Sachen Online-Journalismus prägt, und erläuterte die positiven Auswirkungen auf Rezipienten.

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Risikokommunikation auf Abwegen

Dieser Beitrag entstand als Studienleistung im Rahmen der Ringvorlesung „Gefühlte Wahrheiten? Wissenschaftskommunikation und der „Fakten-Diskurs“ – Beiträge aus Forschung und Praxis“ von Annette Leßmöllmann und Christiane Hauser. Die teilnehmenden Studierenden besuchen die WMK-Ringvorlesung 2017 und schreiben Veranstaltungskritiken zu den Vorträgen. Eine Auswahl davon wird hier mit Zustimmung der Autor*innen veröffentlicht.

Wer versuchen möchte, sich vor jedem Risiko zu schützen, der müsste sich wohl das Leben nehmen – das habe ich dem Vortrag Risikokommunikation zwischen Fakten, Fake und Emotionen allzu deutlich entnehmen können. Denn allen Risiken zu entkommen, ist nicht möglich. Sie sind ein Teil unseres Lebens. Über welche Risiken wir uns mehr oder weniger den Kopf zerbrechen, bestimmen öffentliche Risiko-Diskurse. Das ist das Stichwort, bei dem schließlich die Risikokommunikation ins Spiel kommt. Einer, der sich auf diesem Gebiet bestens auskennt, ist Prof. Dr. Peter Wiedemann. Er ist Professor für Psychologie und Associate Investigator und befasst sich in seiner Forschung hauptsächlich mit Risikoabschätzung. Mit seinem Vortrag liefert er einen Überblick über verschiedene Risikowelten, betrachtet die Aufgaben der Risikokommunikation und gibt Einblicke in aktuelle Risiko-Diskurse.

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Vom Web zum Social Web

Dieser Beitrag entstand als Studienleistung im Rahmen der Ringvorlesung „Gefühlte Wahrheiten? Wissenschaftskommunikation und der „Fakten-Diskurs“ – Beiträge aus Forschung und Praxis“ von Annette Leßmöllmann und Christiane Hauser. Die teilnehmenden Studierenden besuchen die WMK-Ringvorlesung 2017 und schreiben Veranstaltungskritiken zu den Vorträgen. Eine Auswahl davon wird hier mit Zustimmung der Autor*innen veröffentlicht.

York Sure-Vetter, Professor am Institut für angewandte Informatik und formale Beschreibungsverfahren (AIFB) am KIT, interessiert sich in seiner Forschung insbesondere für „Web Science“, „Semantic Web“ und „Data Mining“. Außerdem ist er Direktor am Karlsruhe Service Research Institute (KSRI) sowie am Forschungszentrum Informatik (FZI). Oder, wie sein Chef es laut Sure-Vetter ausdrückt: „Er war net faul“.

Sure-Vetters Vortrag war dreigeteilt: Zunächst ging er auf die Hintergründe des Webs ein, dann auf das „Social Web“. Zuletzt stellte er sein Spezialgebiet „Web Science“ vor. Einen großen Teil seines Vortrags machte die Entwicklungsgeschichte des Webs aus. Beginnend bei der Idee Tim Berners-Lees einer internationalen Verknüpfung von Wissen und der ersten Website, erzählte er von dem explosionsartigen Wachstum der Anzahl an Websites und Internetbenutzern seit 1994.

Goldene Plakette an Bürotür
Plakette zur Entwicklung des World Wide Web am CERN (Bild: Max Braun/flickr.com, Lizenz: https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/)

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Was geschieht eigentlich, wenn man Geschichten erzählt?

Dieser Beitrag entstand als Studienleistung im Rahmen der Ringvorlesung „Gefühlte Wahrheiten? Wissenschaftskommunikation und der „Fakten-Diskurs“ – Beiträge aus Forschung und Praxis“ von Annette Leßmöllmann und Christiane Hauser. Die teilnehmenden Studierenden besuchen die WMK-Ringvorlesung 2017 und schreiben Veranstaltungskritiken zu den Vorträgen. Eine Auswahl davon wird hier mit Zustimmung der Autor*innen veröffentlicht.

Mathias Herweg, Professor für Mediävistik und Frühneuzeitforschung am KIT, geht in seinem Vortrag im Rahmen der Ringvorlesung weit in die Vergangenheit und zeigt, dass die ersten Formen der Wissenschaftskommunikation bereits im Mittelalter verbreitet wurden. Dies geschah in Form von Chroniken, die sich mit heutigen Enzyklopädien vergleichen lassen. Latein war zu dieser Zeit noch die Sprache der Wissenschaft, daher ist eine Chronik auf Deutsch auch für Laien zugänglich und stellt somit einen wichtigen Beitrag zur frühen Popularisierung der Wissenschaft dar. Allerdings zeigt Herweg auch, dass sich der Wahrheitsanspruch eines Chronisten im Mittelalter sehr von der Faktenwahrheit unterscheidet.

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„Expertise, wenn Wissenschaft Schlagzeilen macht“

Dieser Beitrag entstand als Studienleistung im Rahmen der Ringvorlesung „Gefühlte Wahrheiten? Wissenschaftskommunikation und der „Fakten-Diskurs“ – Beiträge aus Forschung und Praxis“ von Annette Leßmöllmann und Christiane Hauser. Die teilnehmenden Studierenden besuchen die WMK-Ringvorlesung 2017 und schreiben Veranstaltungskritiken zu den Vorträgen. Eine Auswahl davon wird hier mit Zustimmung der Autor*innen veröffentlicht.

Die Qualität und Rolle des Wissenschaftsjournalismus in der Gesellschaft zu stärken, ist eines der starken Anliegen von Volker Stollorz. Er ist Leiter und Geschäftsführer des Science Media Center Germany (SMC) und hat diese Institution im Rahmen der  Ringvorlesung vorgestellt sowie einen kurzen Aus- beziehungsweise Einblick in Fake News gegeben und den Umgang damit erklärt.

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Alpträume der Wissenschafts-PR

Dieser Beitrag entstand als Studienleistung im Rahmen der Ringvorlesung „Gefühlte Wahrheiten? Wissenschaftskommunikation und der „Fakten-Diskurs“ – Beiträge aus Forschung und Praxis“ von Annette Leßmöllmann und Christiane Hauser. Die teilnehmenden Studierenden besuchen die WMK-Ringvorlesung 2017 und schreiben Veranstaltungskritiken zu den Vorträgen. Eine Auswahl davon wird hier mit Zustimmung der Autor*innen veröffentlicht.

Wie geht man in der Wissenschafts-PR mit antiwissenschaftlichen Tendenzen um? Wie reagiert man, wenn die Diskussion plötzlich emotional wird oder wenn alternative Fakten vorgestellt werden? Elisabeth Hoffmann berichtete uns von ihren Erfahrungen und erklärte, wie man Wissen sinnvoll vermittelt und gleichzeitig die Stimme der Wissenschaft stärkt. Sie leitet die Stabsstelle Presse und Kommunikation der TU Braunschweig.

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Journalismus auf dem Prüfstand

Dieser Beitrag entstand als Studienleistung im Rahmen der Ringvorlesung „Gefühlte Wahrheiten? Wissenschaftskommunikation und der „Fakten-Diskurs“ – Beiträge aus Forschung und Praxis“ von Annette Leßmöllmann und Christiane Hauser. Die teilnehmenden Studierenden besuchen die WMK-Ringvorlesung 2017 und schreiben Veranstaltungskritiken zu den Vorträgen. Eine Auswahl davon wird hier mit Zustimmung der Autor*innen veröffentlicht.

Evidenz – der ursprünglich englische Begriff für einen Beweis, welcher im Deutschen noch mit Übersetzungsschwierigkeiten zu kämpfen hat. Obwohl der Terminus in der Forschungslandschaft zum Inventar gehört, herrscht zwischen den verschiedenen Disziplinen kein Konsens darüber, was Evidenz konkret bedeutet und was gegeben sein muss, um diese zu erreichen. Weitere Schwierigkeiten des Evidenzbegriffs und das Konzept der Evidenzbasierung nahm Christoph Koch im Kontext des Medizinjournalismus bei seinem Vortrag „Evidenz, Faktizität und Geltung im Medizinjournalismus“ in den Blick. Koch illustrierte die postfaktische Berichterstattung und plädierte dabei für einen Journalismus, der seine Fähigkeit der datenbasierten Recherche zurückgewinnen muss.

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Der Ursprung populärer Wissenschaftskommunikation

Dieser Beitrag entstand als Studienleistung im Rahmen der Ringvorlesung „Gefühlte Wahrheiten? Wissenschaftskommunikation und der „Fakten-Diskurs“ – Beiträge aus Forschung und Praxis“ von Annette Leßmöllmann und Christiane Hauser. Die teilnehmenden Studierenden besuchen die WMK-Ringvorlesung 2017 und schreiben Veranstaltungskritiken zu den Vorträgen. Eine Auswahl davon wird hier mit Zustimmung der Autor*innen veröffentlicht.

Die Debatte rund um „alternative Fakten“ sei keinesfalls neu: Sie bestehe schon seit über 150
Jahren. Das war eine der Thesen, mit denen Stefan Scherer seinen Vortrag bei der
Ringvorlesung begann. Prof. Dr. Stefan Scherer lehrt am Institut für Germanistik des KIT und
versprach eine Rekonstruktion der Geschichte der Wissenschaftspublizistik bis in die heutige
Zeit in fünf Kapiteln. Er begann mit einer Exkursion zum Begriff der Populärkultur, erläuterte
dann chronologisch die Entwicklung von ersten Gehversuchen in Kulturzeitschriften und
Rundschauen bis zur Rhetorik der neuen Wissenschaftskommunikation, die er anhand der
Darwinismus-Debatte illustrierte. Zum Abschluss kam Scherer zurück auf die Frage, wie
schon im 19. Jahrhundert postfaktische Geltungsansprüche entstanden und referierte
Nietzsches Theorie über Sprache und Lügen.

Illustration aus "Die Gartenlaube"
Titelblatt der ersten Ausgabe von „Die Gartenlaube“, 1853

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